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Kinderpornographie


Was ist Kinderpornographie?
In den verschiedenen Ländern gibt es unterschiedliche gesetzliche Definitionen für Kinderpornographie. Die minimale Definition beschreibt Kinderpornographie als ein Bild von einem Kind, das an einer eindeutig sexuellen Handlung teilnimmt oder so dargestellt ist, als nähme es daran teil.

Zusätzlich dazu ist in einigen Ländern der wissentliche Besitz von Kinderpornographie eine strafbare Handlung (wie in Spanien zum Beispiel). Die Definition von Kinderpornographie bezieht manchmal computergenerierte oder veränderte Bilder (verwandelte Bilder) mit ein, manchmal gehören auch Zeichentrickfiguren dazu. Die Voraussetzung, dass das Bild (Text, usw.) das Kind bei einer eindeutig sexuellen Handlung zeigen muss, hat Probleme in Bezug auf Bilder von Kindern geschaffen, die misshandelt werden, ohne dass aber sexuelle Handlungen im Spiel sind.

Es gibt große Unterschiede im Umgang mit Kinderpornographie im Internet. Für die Cybercrime-Tagung des Europarates ist Kinderpornographie:

Im Hinblick auf den oben stehenden Paragraphen Nr. 1 umfasst der Begriff „Kinderpornographie“ pornographisches Material, das visuell folgendes darstellt:
    a. Einen Minderjährigen in einer eindeutig sexuellen Handlung;
    b. Eine Person, die minderjährig zu sein scheint, in einer eindeutig sexuellen Handlung;
    c. Realistische Bilder, die einen Minderjährigen bei einer eindeutig sexuellen Handlung zeigen.


Was ist der Unterschied zwischen Kinder- und Erwachsenenpornographie?
Viele Menschen haben Schwierigkeiten damit, sich pornographische Bilder von Kindern vorzustellen und verstehen daher nicht, worauf sich der Begriff „Kinderpornographie“ bezieht. Der Hauptaspekt der Kinderpornographie ist die Darstellung eines Verbrechens, dem ein Kind zum Opfer fällt. Bilder, die Erwachsene bei sexuellen Handlungen mit Kindern zeigen, sind nichts anderes als Bilder einer Nötigung dieses Kindes. Es handelt sich um Bilder vom sexuellen Missbrauch eines Kindes, und wenn diese Bilder im Internet verteilt werden, kommt dies einer wiederholten Vergewaltigung dieses Kindes gleich.

Es gibt unterschiedliche gesetzliche Definitionen für Erwachsenenpornographie und verschiedene Akzeptanzebenen in den verschiedenen Ländern. Die minimale Definition beschreibt Pornographie als ein Bild (Video, DVD, Audio, Text), das eine erwachsene Person zeigt, die an einer eindeutig sexuellen Handlung teilnimmt oder so dargestellt ist, als nähme sie daran teil. Auf europäischer Ebene ist man sich relativ einig, dass der Zugang zu gewissem Material die physische und mentale Entwicklung eines Minderjährigen beinträchtigen könnte und daher nur Erwachsenen erlaubt sein sollte; dies ist der Fall für Erwachsenenpornographie.

Was ist ein Pädophilen-Ring?
Ein Pädophilen-Ring ist eine Gruppe von Menschen aus verschiedenen Ländern und Gerichtsbezirken, die über das Internet zusammenarbeiten und Kinderpornographie zu ihrer eigenen Befriedigung sammeln und verteilen. Manchmal teilen sie auch Kenntnisse und Erfahrungen darüber, wie man am besten der Aufspürung entgeht und kriminelle Handlungen gegen Kinder plant.

Wie bedienen sich Pädophilen-Ringe des Internets?
Es wird fest angenommen, dass das Internet einer der Hauptfaktoren der Entwicklung von Pädophilen-Ringen weltweit ist. Viele in letzter Zeit erfolgte Verurteilungen in den Vereinigten Staaten und in Großbritannien deuten darauf hin, dass das Internet weitgehend von den Mitgliedern solcher Ringe benutzt wird, um Erfahrungen und Kinderpornographie auszutauschen.

Die Verbreitung von Kinderpornographie gibt den internationalen Agenturen, die sich für den Schutz von Minderjährigen einsetzen, Anlass zur Besorgnis. Unabhängig von den Wegen, die für die Verbreitung von Kinderpornographie benutzt werden, bleibt es ein großes Problem in Westeuropa, wo große Kinderpornographieringe aufgedeckt wurden, unter anderem in Dänemark, Spanien, Deutschland, Italien, den Niederlanden, Schweden und in Großbritannien.

Da diese Netzwerke zunehmend fortgeschrittene Telekommunikationstechniken anwenden und von Verschlüsselungen und Codenamen Gebrauch machen, wird ihre Aufdeckung immer schwieriger.

Wobei handelt es sich bei dem als „Grooming“ bekannten Phänomen?
“Grooming“ bezeichnet die Handlung von Pädophilen, die sich in Chaträumen als Jugendliche ausgeben, um sich so aus pädophilen Gründen mit Kindern zu befreunden. Chaträume werden im Internet eingerichtet und sind von jedem zugänglich, überall in der Welt. Chaträume werden von Kindern oft als sicher angesehen, weil die Unterhaltungen von jedem gesehen werden UND das Konzept der Anonymität falsch aufgefasst wird.

Pädophile beginnen Unterhaltungen mit möglichen Opfern, um so eine Beziehung zum Opfer aufzubauen und ihnen so viel wie möglich Informationen über ihren Wohnort, ihre Interessen, Hobbys und sexuellen Erfahrungen zu entlocken. Diese Beziehung entwickelt sich dann in Unterhaltungen sexueller Art und manchmal schicken Pädophile Kindern pornographische Bilder – sowohl von Erwachsenen als auch von Kindern – um ein Gefühl von Akzeptanz und Normalität zu schaffen. Hierdurch soll die Zurückhaltung der Kinder untergraben werden, bei sexuellen Handlungen mitzumachen. So halten sie das Opfer auch davon ab, Hilfe bei ihren Eltern und LehrerInnen zu suchen, da sie sich durch den Austausch solcher Bilder schuldig fühlen.
Für weitere Informationen zum Thema “Grooming” besuchen Sie bitte chatdanger.com

Wo können Internetbenutzer Kinderpornographie oder illegale Inhalte und Aktivitäten im Internet melden?
Falls Ihnen eine Webseite oder eine Internet-Aktivität aufgefallen sein sollte, die Sie für illegal halten, ignorieren Sie diese nicht, melden Sie diese bitte an Ihre nationale Hotline. Die Hauptarbeit des Hotline-Netzwerks von INHOPE ist die Vernichtung illegaler Inhalte im Internet, insbesondere Kinderpornographie. Zurzeit zählt das Netzwerk 19 europäische Hotlines.

Alle INHOPE-Hotlines verfügen über gängige und offizielle Verfahren, um diese Inhalte an die Strafverfolgungsbehörden ihrer eigenen Länder zu melden. Sie tauschen auch unter sich Inhalte aus, die in anderen Ländern ins Internet gestellt wurden. Durch die INHOPE-Hotlines werden die Untersuchungen der Strafbehörden und die Entfernung solcher Inhalte aus dem Internet schneller und wirksamer. INHOPE verfügt selbst nicht über eine Hotline und empfängt keine Berichte über illegale Inhalte im Internet.

BenutzerInnen können alle INHOPE-Hotlines einfach über die Website von INHOPE erreichen. Hier haben sie die Möglichkeit, ihr Land in einer Liste zu wählen, auf den Link zu klicken und alle ihnen bekannten Details im Online-Formular anzugeben, das die nationale Hotline zur Verfügung stellt.

Falls das Land des/der Benutzers/in sich nicht in der Liste befindet, er/sie aber meint zu glauben, in welchem Land die Website ins Internet gestellt wurde, sollte der/die Benutzer/in stattdessen einen Bericht an die Hotline dieses Landes schicken. Falls sie nicht über diese Information verfügen, können sie eine beliebige Hotline aus der Liste wählen. Die nationale Hotline wird eine vollständige Untersuchung über den Inhalt in die Wege leiten und die nötigen Maßnahmen nehmen, in Übereinstimmung mit ihrer nationalen Gesetzgebung.

Was ist eine Hotline?
Laut der von INHOPE, dem internationalen Hotline-Netzwerk, bereitgestellten Definition müssen Hotlines über einen Mechanismus verfügen, um Beschwerden über vermeintliche illegale Inhalte und/oder die illegale Anwendung von Internet zu empfangen. Sie müssen über wirksame, nachvollziehbare Verfahren für den Umgang mit den Beschwerden verfügen und sich der Unterstützung der Regierung, der Industrie, der Strafverfolgungsbehörden und der InternetbenutzerInnen in den beteiligten Ländern sicher sein.

Zusätzlich zu diesen Erfordernissen muss eine Hotline, um ein Mitglied von INHOPE sein zu können, mit anderen Mitgliedern zusammenarbeiten und Informationen über illegale Inhalte austauschen, ihre Erfahrungen teilen, sich verpflichten, die Vertraulichkeit aufrechtzuerhalten und die Verfahren der anderen Mitglieder respektieren. Es gibt wahrscheinlich eine Hotline in Ihrem Land, wenn Sie illegale Inhalte melden möchten, besuchen Sie bitte die Website von INHOPE.

Auf der Website Ihres nationalen Knotenpunkts finden Sie nützliche Links und weitere Informationen.

 
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