You are looking at an archive of the saferinternet.org website.

Visit the new Safer Internet Portal
Spacer
Spacer Startseite > Sicherheitsfragen  > Häufig gestellte Fragen  > Online-Gaming 
Spacer
 EN  Separator Line  FR 
 

Online-Gaming & Glücksspiel

Was ist Gaming?
“Gaming“ bedeutet in diesem Kontext das „Spielen elektronischer Spiele“. Das Wort wird meistens benutzt, um ein überdurchschnittliches Interesse zu bezeichnen.

Was ist das Glücksspiel?
Das Glücksspiel ist eine Aktivität, die tausende von Jahren alt ist. Man wettet Geld oder andere Wertgegenstände auf den Ausgang eines Ereignisses, sei es nun ein externes Ereignis oder eines, das der Spieler unter Kontrolle hat. Man kann zum Beispiel auf ein Fußballspiel oder ein Pferderennen wetten, oder auf den Sieg oder Verlust eines Backgammon-Spiels. Hebt man den finanziellen Aspekt auf, so verwandelt sich die Aktivität in ein Spiel.

Was ist Online-Gaming?
Gewisse elektronische Spiele können von einem oder mehreren Spielern gespielt werden, die das gleiche Spielfeld teilen. Die Spieler können entweder Teams zusammenstellen, die gegeneinander spielen, oder einfach nur ermitteln, welcher Einzelspieler der Beste ist. Multiplayerspiele können auf einem lokalen Netz oder auf über das Internet verbundenen Computern gespielt werden. Beliebte Online-Genres sind Action (Counter—Strike), Rollenspiele (World of Warcraft) und Strategie (Civilization). Einige interaktive Online-Spiele haben eine große Fangemeinde in der ganzen Welt. World of Warcraft zum Beispiel besteht in sieben Sprachen und hat mehr als 8 Millionen Mitglieder weltweit.

Was sind Online-Glücksspiele?
Beim normalen Glücksspiel versammeln sich zwei oder mehr Personen um Wetten abzuschließen und, falls nötig, für die Aktivität selbst, entweder physisch oder durch einen Mittelsmann wie einen traditionellen Buchmacher. Das Internet hat das Treffen von Glücksspielern sehr erleichtert, ob es sich nun um normale Wetten, Poker, Backgammon oder Schachspiele handelt – man muss sich nicht mehr treffen, Pokerspiele kann man zum Beispiel auf einer elektronischen Schnittstelle spielen, die in Echtzeit auf dem Computer jedes Spielers erscheint.

Was ist der Unterschied zwischen Gaming und Glücksspielen?
Gaming und Glücksspiele sind zwei von Grund auf verschiedene Aktivitäten. Während Gaming einen unreellen Ansatz und nur fiktive Verbindungen mit der physischen Welt aufzeigt, beinhaltet das Glücksspiel das Risiko eines echten finanziellen Verlustes oder Gewinns. Psychologisch resultiert dies in zwei verschiedenen Spielarten: Wenn man eine Runde Counter-Strike verliert, kann man es immer einem „schlechten Tag“ zuschreiben und am nächsten Tag um einen Rückkampf bitten, während die Angst, die echten Ersparnisse wegen einer falschen Beurteilung in einer Runde Poker zu verlieren, ganz andere Emotionen auslöst.

Welche Probleme birgt das Online-Gaming?
Jede Menge Studien wurden betrieben, um eine Verbindung zwischen Spielen und gewalttätigem Verhalten zu finden. Trotz einiger gegenteiliger Berichte wurde noch keine wissenschaftlich gültige Verbindung ermittelt, und es wird auch nicht erwartet, dass je eine gefunden wird. Andere soziale Faktoren haben einen sehr viel größeren Einfluss auf die Handlungen einer Einzelperson. Spielen löst einen physiologischen Adrenalinstoß aus; dieser höhere Hormonspiegel kann kurzfristig gesehen eine Veränderung des Verhaltens hervorrufen, die ungefähr eine Stunde lang anhalten kann. Es ist daher wichtig, dass ein Spieler sich selbst etwas Zeit gönnt, bevor er schlafen geht, weil sonst das Schlafmuster gestört werden könnte, was zu generellen physischen Problemen führen könnte.

Physisch gesehen ist Gaming eine etwas statische Aktivität. Spieler sollten daher regelmäßig Pausen einlegen, sich bewegen, genug Nahrungsmittel und Flüssigkeit zu sich nehmen, usw.

Es gibt Anzeichen dafür, dass die Abhängigkeit von Online-Spielen für manche Spieler ein Problem sein kann. Studien haben ergeben, dass dies sich selten auf ein bestimmtes Spiel bezieht, sondern eher auf das soziale Netzwerk online, das es nur in der Welt des Gamings gibt. Jenen, die unfähig sind, normale soziale Beziehungen in ihrer eigenen Gemeinschaft aufzubauen, könnten diese Online-Netzwerke sogar dabei helfen, ihr Selbstvertrauen aufzubauen und es ihnen somit ermöglichen, Beziehungen mit den Menschen um sie herum aufzubauen. Andererseits gibt es ein sehr reelles Risiko, wenn die Spieler so viel Zeit beim Spielen verbringen, dass der Rest ihres Lebens dadurch ernsthaft beeinträchtigt wird. Wie immer, zuviel ist zuviel!

Wie bei allen Arten von Medieninhalten könnten manche Personen die Themen, Beschreibungen und Illustrationen gewisser Spiele problematisch oder sogar anstößig finden. Um Eltern bei den Kaufentscheidungen für ihre Kinder zu helfen, wurde das PEGI Klassifizierungs- und Kennzeichnungssystem eingeführt. Für weitere Informationen zu diesem Thema sehen Sie sich andere ähnliche Themen an oder besuchen Sie www.pegi.info.

Da alle Online-Spiele die eine oder andere Art der Kommunikation zwischen Spielern aufweist, sollte schließlich angemerkt werden, dass einige, wenn nicht sogar alle Risiken normaler Chaträume auch auf Spiele zutreffen. Die Probleme in Bezug auf Beschimpfungen und Datenschutz sind von besonderer Bedeutung.

Welche Probleme verschleiert das Glücksspiel?
Das Hauptproblem des Online-Glücksspiels ist das Risiko des finanziellen Verlusts. Es ist durchaus möglich, beim Glücksspiel sein Ersparnisse, sein Haus, seine Erbschaft, seinen Partner und seinen Hund zu verlieren…Dies hängt zum Teil mit dem Problem der Abhängigkeit vom Glücksspiel ab, eine Situation, in der man einfach nicht aufhören kann, mehr Geld einzusetzen, in der Hoffnung, das Geld in der nächsten Runde zurück zu gewinnen. Im Gegensatz zum Spielen, wo der Spaß die größte Anziehungskraft ausübt, geht es beim Glücksspiel immer um Geld. Die Abhängigkeit vom Glücksspiel ist ein bekanntes psychologisches Problem, in vielen Ländern gibt es dementsprechende therapeutische Behandlungen.

Hinzu kommt noch das Risiko im Zusammenhang mit der Bekanntgabe der Kreditkartennummer online, sowie die oben erwähnten Gesundheits- und Zeitprobleme hinsichtlich der langen Zeitspannen, die man vor dem Computerschirm verbringt, ohne sich zu bewegen.

Welches sind meine Konsumentenrechte?
Da das Internet anonym benutzt werden kann, geht von verschiedenen Sites mit Online-Glücksspielen eine reelle Gefahr des Missbrauchs durch minderjährige Spieler aus. Pathologische Spieler werden leicht abhängig von Online-Glücksspielen wegen des leichten Zugangs über Internet, der Ungestörtheit und den unverzüglichen Resultaten. Wegen der mit dem Internet verbundenen Anonymität ist das Online-Glücksspiel anfälliger für Verbrechen.

In den Vereinigten Staaten verbietet ein Bundesgesetz das Glücksspiel über Kabelkommunikation, es wurde jedoch scharf diskutiert, ob dieses Gesetz sich auch auf das Internet erstreckt. Ein kürzlich vom US-Senat in Auftrag gegebener Bericht schlägt vor, dass alle legalen Glücksspiele nur von Personen über 21 gespielt werden dürfen. Außerdem soll jede Glücksspielgesellschaft, von der staatlichen Lotterie bis hin zu den Glücksspielorganisationen, ihre Werbung derart gestalten, dass jeglicher Anreiz für Menschen vermieden wird, die anfällig für Glücksspiele sind, wie junge Leute und Bewohner aus einkommensschwachen Vierteln.

In der EU gibt es verschiedene Ansätze, einige davon sind in der Gaming Law Review erklärt.

Weitere Informationen über das PEGI Klassifizierungssystem befinden sich unter www.pegi.info.

Wie kann ich wissen, ob ich das richtige Online-Spiel für meine Kinder gekauft habe?
Auf den Verpackungen der meisten Spiele befinden sich heutzutage Piktogramme, die das Spiel nach Alter oder Inhalt klassifizieren. Ein weit verbreitetes Klassifizierungssystem ist das System Pan-European Game Information (PEGI). Entworfen, um zu gewährleisten, dass Minderjährige keinen Spielen ausgesetzt werden, die für ihre Altersklasse ungeeignet sind, wird das System von den größten Herstellern von Spielkonsolen unterstützt, einschließlich PlayStation, Xbox und Nintendo, sowie auch von Herausgebern und Entwicklern interaktiver Spiele in ganz Europa. PEGI wird für Produkte angewandt, die in folgenden Ländern verkauft werden: Österreich, Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen, Portugal, Spanien, Schweden, die Schweiz, Großbritannien.

Welche Arten von Klassifizierungsbeschreibungen befinden sich auf den Spielverpackungen?
Innerhalb des PEGI-Systems gibt es zwei Arten von Piktogrammen, die wichtig sind: Altersklassen und Inhaltsbeschreibungen.

    a) Altersklassen: Die PEGI Altersklassen sind 3+, 7+, 12+, 16+, 18+. Sie geben an, ob die Spiele Elemente enthalten, die schädlich für Kinder und Minderjährige sein könnten. Die PEGI-Klassifizierung konzentriert sich nicht auf den Schwierigkeitsgrad des Spiels. Ein mit 3+ klassifiziertes Spiel wird als harmlos angesehen, kann aber für ein Kind unter 3 Jahren noch zu schwierig sein.

    Es sollte angemerkt werden, dass die Pegi-Klassifizierungen nicht als traditionelle „Altersgrenzen“ angesehen werden, sondern nur als Beratung für die Eltern. Die endgültige Verantwortung liegt noch immer bei den Eltern.

    b) Inhaltsbeschreibungen:Hierbei handelt es sich um Ikonen, die auf der Rückseite der Spielverpackung angebracht sind und den Inhalt des Spiels beschreiben. Je nach Art des Spiels können sich bis zu sechs solche Ikonen für Gewalt, Fluchworte, Angst, Sex, Drogen und Diskriminierung auf der Verpackung befinden. Die Intensität des Inhalts entspricht der Altersklassifizierung des Spiels.

Die Verbindung von Altersklassifizierung und Spielbeschreibung erlaubt es den Eltern und all jenen, die Spiele für Kinder kaufen, sicherzustellen, dass das Spiel, das sie erstehen, für das Alter des vorgesehenen Spielers geeignet ist. Für weitere Informationen lesen Sie bitte die häufig gestellten Fragen über das PEGI Klassifizierungssystem.

Auf der Website Ihres nationalen Knotenpunkts finden Sie nützliche Links und weitere Informationen.
 
Spacer Spacer Spacer
Spacer
Design Copyright © 2005 European Schoolnet. All rights reserved..
co-funded by the European Union
Spacer