You are looking at an archive of the saferinternet.org website.

Visit the new Safer Internet Portal
Spacer
Spacer Startseite > Neuigkeiten  > Newsletter  > Archiv  > 2008 November 
Spacer
 EN  Separator Line  FR 
 

Insafe Newsletter

Ausgabe 40: November 2008
Leitartikel                                              Internet Service Provider und Industrie

Willkommen zur Insafe Newsletter!
 
   ARKIV


    Internet Service Provider und Industrie: Aufgaben und Verantwortung

    In der Debatte um das Internetspiel "Muslim Massacre" gibt es eine Stellungnahme von der Ramadhan Foundation, die das Spiel als „inakzeptabel, geschmacklos und zutiefst beleidigend“ beschreibt. Die Gruppe argumentiert: "Dieses Spiel verherrlicht das Töten von Muslimen im Mittleren Osten und wir bitten alle Internet Service Provider (ISP) dringend darum, Maßnahmen zu ergreifen um diese Website zu entfernen, denn sie stachelt zur Gewalt gegen Muslime an und versucht das Töten unschuldiger Muslime zu rechtfertigen."

    Kommentatoren erwähnen in ihrer Berichterstattung oft, dass es wenig gibt, was Internetdienstanbieter dagegen tun können. Die Verantwortung für die Kontrolle, was im Internet angeboten wird und was nicht, liegt nicht beim Service Provider, der lediglich den Zugang zum Internet anbietet.

    Die Diskussion ist offen

    In Großbritannien sind zur Gründung des Britischen Rates für Kindersicherheit im Internet (UKCCIS - UK Council for Child Internet Safety) Akteure verschiedener Interessengruppen zusammengekommen, darunter auch Mitglieder des Insafe-Netzwerkes und Industrievertreter der ISP. ISPA (Internet Services Providers’ Association)-Ratsmitglied Camille de Stempel, Director of Policy bei AOL Europe, wurde beispielsweise in den Vorstand des UKCCIS berufen.

    Welche Verantwortung tragen also die ISP?

    ISP Virginmedia dazu: "Mit den neuen Kommunikationsmöglichkeiten entstehen auch Bedenken hinsichtlich des Schutzes der Privatsphäre, des Rechts an geistigem Eigentum und der Sicherheit von Internetnutzern, insbesondere von Kindern. Diese Themen sind weitergehend als nur die reine Wahrnehmung unserer direkten Verantwortung gegenüber unseren Kunden; sie sind mit der Frage verbunden, was es bedeutet ein verantwortungsbewusster Internet Service Provider zu sein. "

    Es besteht also Hoffnung, dass neue Antworten gefunden werden. Die Ofcom (Office of Commumnications) Antwort an das britische House of Lords enthielt die folgende Aussage:  

    "Ofcom ist der Überzeugung, dass die ISP einen größeren Beitrag zur Sicherheit leisten könnten, als dies im Moment der Fall ist. Sicherheit könnte beispielsweise ein wichtigeres Merkmal beim angebotenen Dienst werden und es könnte mehr Transparenz geben hinsichtlich der Unterstützung in Sachen Sicherheit, die die Nutzer erwarten können, und die die ISP bieten sollten. Ofcom hat sich mit der Internet Service Providers’ Association (ISPA), dem ISP Geschäftsgremium, zusammengetan, um zu untersuchen, was die Industrie tun kann um dem Sicherheitsbedürfnis der Nutzer gerecht zu werden"
     
    Die britische Vereinigung Children’s Charities’ Coalition on Internet Safety (CHIS) stellt die Frage: "Welche Rolle sollten die ISP in dieser Angelegenheit spielen? Sie sind im Endeffekt die Firmen, die den Internetzugang tatsächlich anbieten."

    Die CHIS sieht die Verantwortung für Sicherheit bei den Anbietern von Hardware und Diensten:

    "Die alte Idee eines ISP war die eines Unternehmens, das ausschließlich oder hauptsächlich eine Internetverbindung zur Verfügung stellt. Heutzutage gibt es immer weniger solcher Unternehmen; vor allen Dingen auf dem britischen Markt gibt es eine Internetverbindung häufig im Paket mit Hardware. Daher ist für viele Leute das Kaufen von Hardware und der Erhalt eines Internetzugangs ein und dieselbe Transaktion. Und da Mobilfunk- und TV-Firmen immer mehr in den gleichen Raum rücken, der vorher nur von ISP ausgefüllt wurde, ist diese Multimedia-Konzentration für Millionen von Menschen aus verschiedensten Haushalten eine alltägliche und häufig verwirrende Situation geworden."


    Die CHIS schlägt vor, dass:

    "in jenem Maße, in dem ein Unternehmen auf dem britischen Markt Internetzugang anbietet, entweder als ein Einzelprodukt oder als Teil eines Gesamtangebotes, die Internetkomponente automatisch immer mit einer vorinstallierten Sicherheitssoftware ausgestattet sein sollte, die auf die höchste passende Sicherheitsstufe eingestellt ist."

    Diese Verantwortung soll jedoch geteilt werden, wie die Vereinigung betont:

    "Das Risiko bei der automatischen Aktivierung von Sicherheitseinstellungen ist in gewissem Sinne und unter anderem, dass es Eltern ein trügerisches Gefühl der Beruhigung vermitteln kann. Es kann dazu führen, dass viele Eltern sich nie mit dem Problem der Internetsicherheit beschäftigen und wenn dann etwas Unerwartetes passiert, wissen sie nicht, was zu tun ist. Eltern könnten glauben, dass das Gerät oder der Service garantiert immer 100%ig sicher ist, so dass sie keinen weiteren Gedanken daran verschwenden, weil sie glauben, sich nicht mehr damit beschäftigen zu müssen. Eine solche Einstellung wäre schlecht und nicht wünschenswert, aber es wäre noch schlimmer, wenn gar nichts getan würde."

    "Es ist auch wichtig, dass das Vorinstallieren von Sicherheitssoftware nicht als Alternative zur Aufklärungsarbeit bei den Eltern gesehen wird. Vorinstallierte Sicherheitssoftware ist etwas, das zusätzlich getan werden muss. Sicherheitssoftware vorzuinstallieren darf auch keine Alternative dazu sein, weiterhin Kinder und Jugendliche über die Gefahren des Internets und die Bedeutung eines angemessenen Verhaltens im Internet aufzuklären."

    Die Akteure der Internetsicherheit müssen also weiterhin in vielen verschiedenen Richtungen Arbeit leisten. Unsere Aufgabe besteht darin, das Bewusstsein zu fördern und wir müssen mit der Industrie zusammenarbeiten in einer geteilten Verantwortung zum Schutz und zur Aufklärung. Deshalb beteiligen wir als Netzwerk an vielen unserer Kampagnen auch Vertreter der Industrie.



     
    EuropeKommission begrüßt nachdrückliche Unterstützung des Programms „Sicheres Internet“ durch das Europäische Parlament
    Das Europäische Parlament hat heute mit überwältigender Mehrheit einen Bericht der Abgeordneten Roberta Angelilli gebilligt, in dem die Einleitung eines neuen EU-Programms „Sicheres Internet“ befürwortet wird. Das von der Europäischen Kommission im Februar vorgeschlagene Programm mit einer Laufzeit von fünf Jahren (2009–13) und einem Haushalt von 55 Mio. EUR dient der Bekämpfung illegaler Online-Inhalte sowie rechtswidriger und schädlicher Verhaltensweisen wie „Grooming“ und „Cyberbullying“ (Kontaktanbahnung in Missbrauchsabsicht und Schikane per Medien).
    Mehr


    serverNiederländischer 'Notice-and-Take-Down' Verhaltenskodex veröffentlicht
    Außenhandelsminister Heemskerk hat in Den Haag den 'Notice-and-Take-Down' Verhaltenskodex veröffentlicht. Dieser beschreibt, wie Firmen auf Meldungen über illegale Websites reagieren sollen. Nach dem Verhaltenskodex sollen nämlich illegale Websites, die in den Niederlanden gehostet werden, endlich abgeschaltet werden können. Mehr


    PROTEGELES
    Zusammenarbeit zwischen Knotenpunkt und spanischer Industrie
    Dank seiner Erfahrung im Bereich der Bildung und der Beziehungen mit LehrerInnen hat PROTEGELES, auf deren Anfrage hin, mit den spanischen Partnern des paneuropäischen Projektes TEACHTODAY, Telefónica, Orange, MSN und Vodafone, zusammengearbeitet.
    Mehr



    Save the Children Italy"Save the Children" und die Verantwortung der Industrie
    Während der letzten Jahre hat „Save the Children“ Italien die Vertreter der IKT-Industrie dazu angeregt, sich Institutionen und NGOs, die sich für die Rechte von Kindern einsetzen, sowie Verbraucher- und Elternverbänden gegenüber zu öffnen. „Save the Children“ fördert außerdem gemeinsame Vorgehensweisen und Strategien im Hinblick auf den Schutz von Kindern. Mehr


    German phone
    Freiwillige Vereinbarung zum Jugendschutz von Mobilfunkanbietern in Deutschland erfolgreich umgesetzt

    Vor einem Jahr haben Mobilfunkanbieter (u.a. T-Mobile, Vodafone und O2) eine freiwillige Vereinbarung unterzeichnet, mit der sie sich zu einer Reihe von Maßnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen bei der Nutzung internetfähiger Handys verpflichteten. Mehr



    digital competence
    Digitale Kompetenzen in der Verbraucherbildung

    Online-Auktionen, Einkaufen übers Handy, virales Marketing; mit der Digitalisierung unseres täglichen Lebens sind auch neue Konsumstrukturen entstanden. Um ein aufgeklärter Verbraucher zu sein sind heutzutage sind digitale Fähigkeiten ausschlaggebend. Mehr


    quiz

    Quizzz Dich schlau!

    Das Insafe Netzwerk startet seine erste weltweite Aktion zum Safer Internet Day 2009, der am 10. Februar 2009 stattfindet, nämlich ein Quiz, das in 22 Sprachen verfügbar ist! Mehr




    Data Protection DayNeuer Wettbewerb: “Surfen Sie im Netz - denken Sie an den Datenschutz!”
    Zur Feier des Datenschutztages am 28. Januar 2009 hat EUN in Zusammenarbeit mit Microsoft einen neuen Wettbewerb lanciert, der Jugendliche zwischen 15 und 19 Jahre einlädt, ihre Ansichten und Anliegen zum Thema Online-Datenschutz preiszugeben. Den Gewinnern winkt eine Reise nach Brüssel, wo sie die Mitglieder der Jury treffen, an den Veranstaltungen des Datenschutztages teilnehmen und ihre Preise entgegennehmen werden. Mehr


    Keeping Children and Young People Safe OnlineErleben Sie die Konferenz "Keeping Children and Young People Safe Online" erneut
    Die polnischen und deutschen Knotenpunkte haben Online-Webcasts mit Präsentationen der 2. Internationalen Konferenz "Keeping Children and Young People Safe Online" zur Verfügung gestellt, die am 18. und 19. September in Warschau stattfand.
    Mehr


    Know IT All
    Aktualisierte "Know IT All"-CD-Rom für Eltern verfügbar
    Childnet International freut sich bekanntzugeben, dass die „Know IT All for parents” CD-Rom wieder verfügbar ist – alle 1 Million Kopien der ersten Auflage waren in weniger als 6 Monaten vergriffen – und außerdem aktualisiert wurde und nun neue Inhalte zu neuen und wichtigen Themen wie u.a. Social Networking, Cyberbullying und dem Melden unangemessener Inhalte enthält. Mehr


    ENISASicherheit und Kompatibilität von eID
    Heutzutage tragen wir eine wahre Fülle von elektronischen Ausweiskarten (eID) mit uns herum: eine nationale, eine geschäftliche, eine elektronische Krankenversicherungskarte usw. All diese Karten enthalten sensible Daten, sei es persönlicher, biometrischer oder administrativer Natur. Das berührt zwangsläufig das Thema der Privatsphäre. Vollständig kompatible elektronische Dokumente, die es möglich machen zu überprüfen, wer eine Transaktion durchführt, sind also dringend notwendig, wenn elektronische Dienste in Europa angeboten werden sollen.
    Mehr

    Paedophile Activity in P2P Systems
    Pädophile Aktivitäten in P2P Systemen - Newsletter
    Der aktuelle Newsletter des SIP Projektes "Measurement and Analysis of P2P Activity Against Paedophile Content" (Bewertung und Analyse der P2P Aktivität gegen pädophile Inhalte) fasst die bisher im Rahmen des Projektes durchgeführte Arbeit zusammen und hebt Schlüsselresultate hervor. Mehr


    Trading InnocentsHandel mit unschuldigen Personen: Zum Thema Kinderhandel
    Mittwoch, den 26. November 2008 CEOP Centre, Pimlico, London. Diese Konferenz wurde den Bedürfnissen der Strafverfolgungsbehörden und jener Fachleute angepasst, die sich direkt mit dem Thema Kinderschutz befassen. Die Konferenz wird sich auf das Wissen und die Fachkenntnisse jener stützen, die in diesem Bereich arbeiten, um einen Einblick in die Fragen rund um den Kinderhandel zu ermöglichen. Mehr

    MedienColloquium 2008 Media Colloquium 2008
    1. Dezember 2008, Berlin. Die verschiedenen Akteure in Deutschland im Rahmen des "Safer Internet Programme" der Europäischen Union haben sich im Verbund "saferinternet.de" zusammengeschlossen. Im Namen der beteiligten Partner eco - Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V., Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia Diensteanbieter e.V. (fsm), jugendschutz.net, Nummer gegen Kummer e.V., Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM), Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) Rheinland-Pfalz sowie klicksafe - laden wir Sie ganz herzlich zum MedienColloquium ein. Mehr

    SIC 2008Den Weg zu einer geteilten Plattform ebnen
    Der tschechische Knotenpunkt bemüht sich, einen regelmäßigen Kommunikationskanal für VertreterInnen aus dem Unternehmens- und Wissenschaftsbereich sowie der öffentlichen Verwaltung einzurichten. Ein erster Schritt war letztes Jahr die CEE SIC 2007 Konferenz, die VertreterInnen der regionalen Knotenpunkte aus Zentral- und Osteuropa, internationale Experten und Mobilfunkbetreiber zusammenführte.  Mehr


    INVEX/DIGITEXSaferinternet CZ bei der INVEX/DIGITEX
    Ein Märchen mit einem Happy End?
    Es war einmal, vor 18 Jahren, eine tschechische IKT-Handelsmesse, die in Brno geboren wurde.
    Sie wuchs und entwickelte sich zu einer der beliebtesten Handelsmessen des Landes. Zu jener Zeit interessierten sich alle für neue Computer, neue Software-Lösungen, Telekommunikationsgeräte und jede Menge Informationen. Mehr


    Insafe ist ein europäisches Netzwerk von 26 Knotenpunkten in 26 Ländern, die sich dem erhöhten Bewusstsein für Internetsicherheit widmen. Insafe wird vom European Schoolnet koordiniert und von der Europäischen Kommission durch das Safer Internet Programm unterstützt.

  • Abonnieren Sie den Insafe RSS-Feed (in Englisch): 
  • Subscribe to the Insafe RSS feed
  • Für weitere Informationen über Internetsicherheit, besuchen Sie das Insafe Portal:
  • www.saferinternet.org
  • Bei Fragen über Insafe wenden Sie sich an: 
  • info-insafe@eun.org
  • Zuständige Pressestelle:
  • insafe-press@eun.org

    ABONNIEREN SIE SICH                      MELDEN SIE SICH AB


    Insafe newsletter footer
     
    Spacer Spacer Spacer
    Spacer
    Design Copyright © 2005 European Schoolnet. All rights reserved..
    co-funded by the European Union
    Spacer