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Unterstützender Chat für Jugendliche nach tragischer Schießerei in einer Schule in Finnland

Save the Children Finland organisierte zusammen mit kooperierenden Partnern einen Chatdienst zur Unterstützung der Jugendlichen nach einer tragischen Schießerei in einer Schule in Finnland im November.

Am 7. November kam es in einer finnischen Schule zu einer schwerwiegenden Schießerei. Neun Menschen wurden getötet; unter den Opfern befanden sich fünf männliche Jugendliche, drei weibliche Erwachsene, darunter die Schuldirektorin, die Schulkrankenschwester und eine erwachsene Studentin sowie der Täter selbst, der nach der Schießerei Selbstmord beging. Der Täter hatte vorhergehenden Kontakt mit Internetgemeinschaften, die Gewalt und Sozialdarwinismus verherrlichen. Er veröffentlichte auch seine Ideale und Pläne sowie ein komplettes Mediendossier im Voraus im Internet, auf Netdiensten wie YouTube. Der gewalttätige, auf die Jugendlichen und die Schulumgebung gerichtete Vorfall war außergewöhnlich und traf die finnische Gesellschaft hart. Die ganze Nation und vor allem die Jugendlichen waren schockiert und empfanden tiefe Trauer und Angst. Unter den Erwachsenen – und in den Medien – wurden unverzüglich Bedenken über Internetumgebungen erhoben.

Save the Children Finland war imstande, schnell zu reagieren und organisierte einen unterstützenden Chat in Zusammenarbeit mit Freiwilligen und beliebten Internetdiensten der Jugendlichen (Irc-Galleria und Suomi24). Die Chats wurden an fünf Abenden organisiert, vom Abend des Vorfalls an (7. November) bis zum 11. Der Bedarf an Unterstützung war überwältigend und die Anzahl jener, die Zugang zu den Dienstleistungen suchten, überschritt die Zahl jener, die die Dienste wirklich erreichten. Die Unterstützung in der Form von Chatdiensten war routiniert, einfach zu benutzen und in einer Form angeboten, die vielen Jugendlichen bekannt ist. Die Chats boten jedem Teilnehmer die gleichwertige Möglichkeit, seine Gefühle und Gedanken zu diesem tragischen Vorfall auszudrücken. Für die meisten Teilnehmer schien eine allgemeine Diskussion ausreichend zu sein, doch sie wurden auch aufgefordert, mit ihrer Familie weiter darüber zu sprechen und, falls nötig, Beratungsstellen oder einen Spezialisten zu kontaktieren.

 

Autor: Mari Laiho
Projektmanager

Save the Children Finland – Internetsicherheit
www.nettivihje.net


 

veröffentlicht: Thursday, 29 Nov 2007
Letzte Änderung: Wednesday, 2 Jan 2008
 
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