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Safer Internet, neue Medien und das europäische Rahmenwerk für eine sicherere Benutzung der Mobiltelefone durch Kinder
Prag, 6. November 2007. Der tschechische Knotenpunkt hat die erste internationale Konferenz für Projekte organisiert, die vom Safer Internet Plus Programm der Europäischen Kommission in Zentral- und Osteuropa unterstützt werden. Zum ersten Mal trafen sich Vertreter der verschiedenen Projekte – Knotenpunkte, Beratungsstellen und Hotlines – um Erfahrungen und gute Praxisbeispiele auszutauschen und über aktuelle praktische Themen zu diskutieren. |
Die Konferenz mit dem Titel „Central & Eastern European Safer Internet Conference (CEE SIC)” (Safer Internet Konferenz für Zentral- und Osteuropa) fand am 5. und 6. November 2007 unter der Schirmherrschaft von Dr. Ivan Langer, dem tschechischen Innenminister, in Prag statt. Sie wurde von der Europäischen Kommission unterstützt und in Zusammenarbeit mit den europäischen Netzwerken INSAFE und INHOPE organisiert. Die allgemeinen Partner der Konferenz waren Microsoft, Telefónica O2 und UPC Tschechische Republik.
„Die Prager Veranstaltung ist eine Art „Feldversuch“ für das Konzept der „regionalen Treffen der Interessenvertreter“. In Übereinstimmung mit diesem Konzept konnte dem Treffen nur auf Einladung beigewohnt werden. Eine kleine Delegation verschiedener Interessenvertreter - etwa 5 Personen - aus jedem Land war anwesend,” sagte Richard Swetenham, Leiter der Abteilung für eContent und ein sichereres Internet, Generaldirektorat Informationsgesellschaft, Europäische Kommission.
Fast 80 Personen – Vertreter der laufenden regionalen Projekte für ein sichereres Internet, Delegierte nationaler Strafverfolgungsbehörden, der Industrie, der Internetdienstleistungsanbieter und Mobiltelefonoperatoren – trafen sich in Prag, wo sie die Gelegenheit hatten, über die gemeinsamen Aufgaben auf dem Weg zu einem sichereren und freundlicheren Internet, neuen Medien und mobiler Kommunikation zu sprechen.

Sicherere Mobiltelefone und ein sichereres Internet für Kinder
„Im 15. Jahrhundert verarbeiteten die Gehirne unserer Vorgänger in ihrem ganzen Leben die gleiche Menge an Informationen, die wir heute an einem einzigen Tag verarbeiten“, bemerkte Jan Mühlfeit, Präsident von Microsoft Europa, in seiner Eröffnungsrede bei der Pressekonferenz in Prag am 6. November 2007. Diese Konferenz wurde vom tschechischen Saferinternet.cz Projekt anlässlich der internationalen Konferenz „Safer Internet, neue Medien und das europäische Rahmenwerk für eine sicherere Benutzung der Mobiltelefone durch Kinder“ organisiert.
Zum ersten Mal in der Geschichte versteht die jüngere Generation die neuen Technologien besser als ihre Eltern, doch sie können sich leicht in der bloßen Anzahl verfügbarer Informations- und Kommunikationskanäle verlieren. Viele versteckte Gefahren werden nicht als gefährlich angesehen. Ein Drittel der tschechischen Kinder denkt zum Beispiel, dass es normal und sicher ist, sich zu einem Treffen mit einer unbekannten, im Internet kennen gelernten Person zu begeben.
Themen im Zusammenhang mit einer sichereren Kommunikation für Kinder per Mobiltelefon und online wurden während der Konferenz diskutiert. Richard Swetenham, Leiter der Abteilung für eContent und ein sichereres Internet der Europäischen Kommission, meinte, dass Wirksamkeit nur aus einer gemeinsamen Vorgehensweise der Industrie, der Regierungsinstitutionen und der NRO hervorgehen könne. Jan Mühlfeit hob hervor, dass Microsoft Hilfsmittel in die Entwicklung ihrer Software-Anwendungen einführt, die den Eltern helfen, die Sites zu kontrollieren, die ihre Kinder besucht haben, und ihnen ermöglichen, den Zugang zu Sites einzuschränken, die sie für unerwünscht oder schädlich halten. Microsoft nimmt ebenfalls in großem Umfang an Aktivitäten und Programmen auf nationaler sowie internationaler Ebene teil, die sich auf ein besseres Verständnis des Internets, der neuen Medien und möglichen Gefahren, die aus deren Benutzung hervorgehen, konzentrieren. Eine erzieherische Broschüre mit Walt Disneys beliebter Donald-Duck-Figur, die sich mit einer sicheren Benutzung des Internets beschäftigt, wurde zum Beispiel veröffentlicht. Sie wurde in Italien, Spanien und der Tschechischen Republik verteilt…
Roy Sharone von der Firma Liberty Global Europe, die gemeinsam mit Microsoft und Telefónica O2 die Konferenz gesponsert hat, hielt mehr Informationen über die Initiative der UPC bereit, die bezweckt, Kinder zwischen 6-10 Jahren auf unterhaltsame Weise anhand von Aufklebern, Malbüchern und Ratespielen über die Hauptprinzipien einer sicheren Benutzung des Internets zu informieren.
Telefónica O2 unterstützt die tschechische Sicherheitsinitiative, erklärt Jaroslav Kubista, Direktor für öffentliche Angelegenheiten. Sie bereiten entsprechendes Informationsmaterial vor und nehmen an Aktivitäten einer Arbeitsgruppe der Vereinigung von Mobilnetzwerken teil, die sich auf die sichere Benutzung von Mobiltelefonen durch Kinder und Jugendliche konzentriert.
Lars Kindervater von GSM Europe unterstrich, dass eine sicherere Benutzung der neuen Medien durch Vorsichtsmaßnahmen in vier Bereichen unterstützt wird: Kontrolle durch die Eltern, Klassifizierung des Inhalts, Erziehung und Bekämpfung illegaler Inhalte.
Gute Beispiele hierfür wurden von Jürgen Bänsch von der ISFE (Interactive Software Federation of Europe – Interaktive europäische Softwareföderation) vorgestellt. Er sprach über das PEGI-System (Pan European Game Information) – das System der interaktiven Spielklassifizierung. Das System ermöglicht es, Spiele nach Altersgruppe und Inhalt zu klassieren. Es wurde 2003 entwickelt und wird nun auf verschiedene Art und Weise in 27 europäischen Ländern benutzt. Mehr als 7500 Spiele wurden bewertet – 4% sind für Spieler über 18 Jahren bestimmt.
Lenka Ptackova Melicharova, Vize-Innenministerin für europäische Angelegenheiten der tschechischen Republik, beschrieb, wie die Tschechische Republik die sicherere Benutzung des Internets fördert. Sie erwähnte laufende und geplante Veranstaltungen – darunter eine Konferenz über die sicherere Benutzung des Internets im Rahmen der tschechischen EU-Präsidentschaft. Als Mutter eines siebenjährigen Kindes wusste sie gleichzeitig die Nützlichkeit von Aktivitäten für ein sichereres Internet zu schätzen. Ihr Sohn konnte sich ans Internet verbinden, bevor er seinen Namen schreiben konnte und entdeckte auf der Suche nach Weihnachtsgeschenken schnell Zugänge zu Pornoseiten.
Für Pavel Vichtera, Koordinator des Projektes Saferinternet.cz, waren die Informationen über den nationalen Move-it Wettbewerb des österreichischen Knotenpunkts eines der meist inspirierenden Elemente der zweitägigen Konferenz. Es handelt sich dabei um einen Wettbewerb für anhand von Mobiltelefonen aufgezeichnete Kurzfilme. Saferinternet.cz möchte diese Erfahrung untersuchen und einen ähnlichen Wettbewerb für junge Tschechen organisieren, der nächstes Jahr im Rahmen des Safer Internet Day stattfinden soll.
ÜBER DAS SAFER INTERNET PLUS PROGRAMM Das Safer Internet plus Programm bezweckt die Förderung einer sichereren Benutzung des Internets und der neuen Online-Technologien, insbesondere für Kinder, und die Bekämpfung illegaler und vom Endbenutzer unerwünschten Inhalte, als Teil einer zusammenhängenden Vorgehensweise der Europäischen Union. Weitere Informationen unter http://ec.europa.eu/information_society/activities/sip/index_en.htm.
ÜBER INHOPE INHOPE ist die internationale Vereinigung von Internethotlines und wurde 1999 im Rahmen des Safer Internet Aktionsplans der Europäischen Kommission gegründet. Weitere Informationen unter www.inhope.org.
ÜBER INSAFE Insafe ist ein Netzwerk internationaler Knotenpunkte, die das Bewusstsein der Internetsicherheit in Europa koordinieren. Weitere Informationen unter www.saferinternet.org.
ÜBER DAS SAFER INTERNET PROJEKT Saferinternet.cz (tschechischer Safer Internet Knotenpunkt) ist ein tschechisches Projekt, das von der Europäischen Kommission im Rahmen des Safer Internet Plus Programms unterstützt wird. Ziel des Projektes ist es, das Bewusstsein der tschechischen Benutzer, insbesondere der Kinder, aber auch der LehrerInnen und Eltern, über mögliche Gefahren des World Wide Web zu erhöhen. Zu seiner Aufgabe gehört auch die Anregung einer Diskussion, die dabei hilft zu bestimmen, welche Inhalte nicht erwünscht oder schädlich sind, wo die Risiken liegen und wie mögliche Gefahren vermieden werden können. Die Internethotline dient zur Bekämpfung von Onlinekriminalität, die Internetberatungsstelle soll Kindern helfen, auf Internet begegnete Probleme zu bewältigen. Beide wurden im Rahmen des Knotenpunktes eingerichtet. Weitere Informationen unter www.saferinternet.cz.
KONTAKTE Ing. Pavel Vichtera, Projektkoordinator Saferinternet.cz, t. +420 257 329 315, m. +420 605 252 963, E-Mail: vichtera@saferinternet.cz Dr. Zdenek M.Zalis, Projektmanager Saferinternet.cz t. +420 222 011 283, m. +420 602 262 582, E-Mail: zalis@saferinternet.cz
| veröffentlicht: |
Monday, 26 Nov 2007 |
| Letzte Änderung: |
Wednesday, 2 Jan 2008 |
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