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Junge SchwedInnen lieben virtuelle Communities7 November 2005
Das Internet wird immer mehr zum Treffpunkt junger Menschen und ersetzt dabei traditionelle Kommunikationsmöglichkeiten. Ein derartiges Beispiel ist die enorm populäre virtuelle Community Lunarstorm in Schweden. |
Lunarstorm ist die größte derartige Site in Schweden mit rund einer Million Mitglieder (80% SchwedInnen im Alter von 12-24 Jahren). Im Durchschnitt loggen sich jeden Tag mehr als 360.000 BenutzerInnen ein, um mit Freunden zu chatten, Tagebücher zu schreiben und zu lesen oder um sich Ratschläge zu holen. Alle 24 Stunden werden rund fünf Millionen Nachrichten verschickt.
Die Community bietet unter anderem Clubs, Verzeichnisse von Klassenkameraden, Listen mit Freunden (und Feinden), Musik und Filme und ein Reputationssystem mit dem man Profile anderer BenutzerInnen, Tagebücher und Listen bewerten kann.
Nach der Tsunamikatastrophe im Dezember 2004 wurde Lunarstorm ein wichtiger Treffpunkt für emotionale Unterstützung und Planung von Aktionen. Während tausende SchwedInnen im Katastrophengebiet vermisst waren, nutzten die Menschen zu Hause Lunarstorm, um Informationen und Emotionen auszutauschen sowie Spendenaktionen zu organisieren.
Die Site hat aber auch negative Schlagzeilen gemacht, insbesondere was "grooming" und die Präsentation von sexuellen Fotos von Jugendlichen (die sich selbst fotografierten) betrifft. Wie die meisten schwedischen Onlinecommunities gehört LunarWorks, die Firma die die Website betreibt, BitoS, einer Organisation, die Standards für ethisches Verhalten festlegt.
LunarWorks hat einige neue Sicherheitsregeln und Werkzeuge für BenutzerInnen eingerichtet. Mitglieder können nun Nachrichten blockieren und alle Fotos auf der Website müssen vom Lunastorm Team genehmigt werden. Darüber hinaus sperrt Lunarstorm Benutzerkonten, die missbraucht werden und löscht verletzliche und ungeeignete Inhalte.
Lunarstorm startete am 15. November 2005 eine englischsprachige Site in Großbritannien.
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