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Die menschliche Note
Das menschliche Verhalten ist allzu vorhersehbar. Genau wie wir manchmal über die einfachsten Sicherheitsmaßnahmen zu Hause hinwegsehen und zum Beispiel ein Fenster offen lassen, nutzen skrupellose Verbrecher die gleiche Unaufmerksamkeit für Einzelheiten bei unserer Anwendung neuer Technologien. |
Eine neue Studie von ForscherInnen der North Carolina State University beweist, dass die meisten InternetbenutzerInnen echte Pop-Up-Fenster
mit Warnungen nicht von falschen unterscheiden können - selbst nach wiederholten Fehlern. Das Problem liegt darin, dass die Betrüger
damit rechnen, dass die BenutzerInnen auf "OK" drücken anstatt das Pop-Up-Fenster zu schließen, was verschiedene und gefährliche Folgen haben kann. (Neue Studie hebt die Risiken falscher Pop-Up-Warnungen
für InternetbenutzerInnen hervor (in Englisch))
Gleichermaßen wird uns manchmal Angst eingejagt und wir erstehen Dienstleistungen, die wir nicht benötigen. Microsoft und die Generalstaatsanwaltschaft des States Washington sagten aus, sie hätten einige Gerichtsverfahren über Pop-Up-Werbungen eingeleitet, die die Konsumenten dazu verleiten, Software zu erstehen, die anscheinend kritische Fehler in Computern reparieren.
In einem der von der Generalstaatsanwaltschaft eingeleiteten Gerichtsverfahren geht es um eine texanische Firma, die unaufhörlich Pop-Up-Werbungen verschickte. In diesen Warnbotschaften wurde behauptet, die Registry des Computers hätte kritische Fehler. Die BenutzerInnen wurden auf eine Website geschickt, wo sie kostenlose Scansoftware herunterladen konnten, um das Problem zu reparieren.
Die Software zeigte anschließend 43 kritische Probleme
an und bot eine Reparatur zum Preis von 39.95 $ an. Diese Software namens "Registry Cleaner XP" tat jedoch
nichts anderes als den Konsumenten ein falsches Gefühl der Sicherheit zu vermitteln, wie die Beamten bestätigten. (Microsoft, Staat Washington leiten Gerichtsverfahren über "Scareware" Pop-Up-Werbungen ein (in Englisch))
Schlagzeilen melden ebenfalls, dass die Mehrheit (60 Prozent) von 207 Londoner BewohnerInnen bereitwillig Computerpasswortdaten, die sich Identitätsdieben als nützlich erweisen könnten,
im Austausch gegen einen Geschenkgutschein von £5 preisgaben. ("Briten geben bereitwillig
Passwortangaben gegen einen £ 5 Geschenkgutschein preis" (in Englisch))
Man kann uns beschwindeln, Angst einjagen und uns kaufen. Das ist menschlich, sei es zu Hause oder im Internet. Diesen Monat werfen wir einen Blick auf die Initiativen der nationalen Knotenpunkte
bezüglich der Verbreitung der Internetsicherheit durch "Ausbildung der AusbilderInnen"-Schemen. Anstatt dem Publikum unsere Botschaft direkt zu vermitteln, wird sie durch von den Knotenpunkten geschulte Personen verbreitet. Diese Ausbilder sind unsere Botschafter, gewöhnlich Fachleute, die sich bereits mit der Verbreitung beschäftigen oder im Bildungsbereich tätig sind. So erreichen die wichtigen Mitteilungen schneller eine größere Anzahl Personen. Durch das gesteigerte Bewusstsein - das ist unsere Aufgabe - hoffen wir, alle etwas weniger anfällig für unsere menschlichen Schwächen zu werden.
| Autor: |
Chris Jenkins, Insafe |
| veröffentlicht: |
Thursday, 2 Oct 2008 |
| Letzte Änderung: |
Monday, 20 Oct 2008 |
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