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Neue Studie über die Anwendung von Informatik durch Kinder
Im zweiten Jahr in Folge führte die schwedische
Beratungsstelle BRIS, Kinderrechte in der Gesellschaft, eine Studie über die von Kindern im Internet und über IKT aufrechterhaltenden Kontakte durch. Die Studie wurde jetzt ins Englische übersetzt. BRIS fordert eine bessere Kommunikation zwischen Eltern, anderen Erwachsenen und Kindern bezüglich der Erfahrungen der Kinder im Internet. |
2750 der von BRIS befragten Kontakte wurden als Internet- oder IKT-bezogen identifiziert. Romantische Beziehungen und Freundschaft waren die häufigsten Themen und wurden von 47% der Kontakte erwähnt. Die Anonymität des Internets hat die Beziehungen zwischen Freunden und Pärchen verändert. Kinder können sich dadurch bedrängt fühlen und kontaktieren die Beratungsstelle BRIS oft mit Fragen über die Sicherheit bei Treffen mit Internetbekanntschaften im richtigen Leben, Internet-Dating und Fernbeziehungen.
Die Veröffentlichung von Fotos und Videomaterial sowie der Einsatz von Webcams spielten eine zentrale Rolle bei IKT-bezogenen Problemen. BRIS hebt jedoch hervor, dass Fotos und Filme meistens als positiv und als eine Ressource angesehen werden.
Ein weiteres Thema, das immer wieder angesprochen wurde, waren Belästigungen und Drohungen. In diesem Zusammenhang bestätigte BRIS, dass in den meisten Fällen ein Zusammenhang zwischen Belästigungen und Drohungen im richtigen Leben und online bestand.
BRIS weist in der Studie darauf hin, dass das Internet und die Informatik ganzheitliche Bestandteile des Lebens der Kinder sind, während Erwachsene diese Aspekte eher vom "normalen Leben" trennen. BRIS stellt sogar den Bedarf an ihrer eigenen Studie in Frage, vertritt aber die Meinung, dass es wichtig ist, darauf hinzuweisen, dass Kinder und Erwachsene einen anderen Bezug zur Informatik haben. Nur so ist eine erfolgreiche Kommunikation mit den jüngeren Generationen möglich. BRIS hebt hervor, dass es für Erwachsene, die im Rahmen ihres Berufes mit Kindern und Jugendlichen umgehen, besonders wichtig ist, sich einen besseren Einblick in ihre Erfahrungen online zu verschaffen. Die Studie zeigt, dass Kinder sich oft an Freunde wenden, wenn sie in Bedrängnis geraten, weil Erwachsene sich noch stets wenig im Internet aufhalten.
Die Studie ist das Resultat der Zusammenarbeit der Beratungsstelle BRIS mit dem Schwedischen Medienrat im Rahmen der Kampagne für Internetsicherheit "The Young Internet". 1000 Exemplare der Studie werden gedruckt und bei vom Medienrat organisierten Seminaren verteilt. Die Studie wird ebenfalls an das Personal von BRIS geschickt sowie allen Freiwilligen zur Verfügung gestellt.
Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Melinda Martino vom Schwedischen Medienrat: melinda.martino@culture.ministry.se
Die Studie kann hier heruntergeladen werden (in Schwedisch): http://www.bris.se/upload/Material/it_rapport.pdf
Die englische Version steht bald auf der Website des Schwedischen Medienrats zur Verfügung: http://www.medieradet.se
| Autor: |
Melinda Martino, The Swedish Media Council |
| veröffentlicht: |
Monday, 25 Aug 2008 |
| Letzte Änderung: |
Friday, 19 Sep 2008 |
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