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Filtern oder nicht filtern, das ist hier die Frage...
Eltern sorgen sich oft darum, dass ihre Kinder möglicherweisen schädlichen Inhalten ausgesetzt sind, während sie im Internet surfen: Gewalt, Rassismus, Pornographie...Wir alle möchten unsere Kinder vor diesen Gefahren schützen. Eltern nehmen manchmal an, dass Filter die perfekte Lösung sind. Sind sie das wirklich? |
Im Rahmen des SaferInternetPlus Programmes führt Deloitte eine dreijährige Vergleichsstudie über 30 Filterlösungen durch, die Kinder zwischen 6 und 16 Jahren im Internet schützen. Mehr als 100 Eltern und LehrerInnen aus ganz Europa haben die Wirksamkeit dieser Tools ausprobiert.
Die Resultate der Studie aus dem Jahr 2007 wurden mit jenen von 2006 verglichen. Die Hälfte der sowohl 2006 als auch 2007 getesteten Filter haben ihre Filterkapazitäten in Bezug auf nicht-sexuelle Inhalte verbessert.
Acht Verkäufer erzielten 2007 eine niedrigere Note hinsichtlich des sexuellen Inhalts, teilweise weil die Testfälle 2007 benutzergenerierte Inhalte (Web 2.0) enthielten, die schwieriger zu filtern sind. Sieben Verkäufer haben vorherige Sicherheitsprobleme beseitigt und drei Verkäufer haben ihr Angebot an EU-Sprachen verbessert. Außerdem waren die Noten für Benutzerfreundlichkeit 2007 niedriger als 2006, weil die BenutzerInnen sich heutzutage einfachere Filterlösungen erwarten.
Filter können jedoch nie die Bildung der Kinder und die Kommunikation mit ihren Eltern ersetzen. Wir können unsere Kinder nicht von allen schädlichen Inhalten fernhalten, insbesondere wenn sie Zugang zu mehreren Computern außerhalb ihres Zuhauses haben. Da es schwierig ist, Web 2.0 Anwendungen zu filtern, werden unsere Kinder höchstwahrscheinlich unangebrachten Inhalten ausgesetzt, genau wie beim Fernsehen. Es ist daher wesentlich, unsere Kinder zu überwachen, ihnen beizubringen, wie sie reagieren sollen, wenn sie mit schockierenden Inhalten konfrontiert werden, und ihnen dabei zu helfen, damit umzugehen.
Der Schutz unserer Kinder vor schädlichen Inhalten im Internet ist ein nobles Ziel, auf das wir alle hinarbeiten sollten. Die Installierung von Filtern kann ein nützliches Element in diesem Vorgang sein, doch Bildung und Kommunikation bleiben wesentlich, um unseren Kindern dabei zu helfen, zu verantwortlichen Internetbenutzern heranzuwachsen.
Die genauen Resultate der Vergleichsstudie sind hier verfügbar: www.sip-bench.eu.
Weitere Informationen vom belgischen Knotenpunkt für Bildung und Kommunikation zur Internetsicherheit:www.saferinternet.be.
| Autor: |
Nel Broothaerts, Child Focus, Belgium |
| veröffentlicht: |
Tuesday, 15 Jul 2008 |
| Letzte Änderung: |
Wednesday, 6 Aug 2008 |
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