Das Internet und das Gesetz - wie steht es mit der Inhaltsbewertung?
Vor kurzem veröffentlichte EG-Dokumente haben die Aufmerksamkeit der Medien- und InternetspezialistInnen wieder auf das Thema Inhaltsbewertung geleitet, was sich in kürzlich stattgefundenen Aktivitäten in der Tschechischen Republik widerspiegelt. Während der vom tschechischen Knotenpunkt für Internetsicherheit organisierten Internet & Gesetz-Konferenz im Juni wurden wichtige Maßnahmen zur Einrichtung eines direkten Dialoges zwischen den MedienspezialistInnen und den PolitikerInnen getroffen. |
Hauptziel der Konferenz war es, die Einrichtung einer Plattform voranzutreiben, auf der SpezialistInnen, MedienvertreterInnen und ProduzentInnen audiovisueller Inhalte PolitikerInnen treffen können, um die erwarteten Änderungen im tschechischen Mediengesetz im Rahmen der
audiovisuellen Richtlinie und der Mitteilung über Videospiele zu besprechen.
Mit dem Untertitel "Regulierung und Selbstregulierung im Internet" versehen wurde die Konferenz unter der Schirmherrschaft von Jan Kasal organisiert, dem Vize-Präsidenten des tschechischen Parlaments.
 Willkommensgruß von Herrn Kasal
Die Konferenz wurde von Jaromir Talir, Vize-Kulturminister der Tschechischen Republik, eröffnet. Das Kulturministerium ist für die Medienregulierung in unserem Land verantwortlich und sucht nach einer umfassenden Lösung für die Bewertung von Fernseh- und Internetinhalten. Patrice Chazerand, Generalsekretär von ISFE, stellte PEGI und PEGI Online, die Geschichte und Ziele
von PEGI sowie
den Stand der Technik in der Bewertung von Spielen in Europa vor.
 PEGI Piktogramme
Die Erfahrungen des NICAM zum Schutz der Jugendlichen in den Niederlanden wurden von Wim Bekkers in seiner Einleitung zu Kijkwijzer ("schlauer schauen" oder "Fernsehführer") vorgestellt. Konferenzdelegierte waren angesichts der höchst wirksamen Zusammenarbeit des NICAM mit der niederländischen Regierung daran interessiert, mehr über die Organisation der PPP (public-private-partnership) zu erfahren.
Zwei Diskussionsforen wurden im Rahmen der Konferenz abgehalten. Das erste - INDUSTRIE - führte InteressenvertreterInnen der Geschäftswelt zusammen (Vodafone, Microsoft, Telefonica O2, UPC). Die Hauptschlussfolgerung dieses Forums war, dass die Geschäftswelt seine Verantwortung erkennen und Maßnahmen nehmen muss, um die Kinder zu schützen. Selbstregulierung ist das richtige Instrument, um dieses Ziel zu erreichen. Vodafone zum Beispiel begann am Tag der Konferenz damit, seinen MobiltelefonbenutzerInnen den Zugang zu unangebrachten Inhalten zu blockieren.
VertreterInnen aus dem Bereich der Industrie
Das nächste Forum - MEDIEN - wurde von Václav Žák moderiert, dem Präsidenten des tschechischen Rates für Radio- und Fernsehsendungen. Unter den DiskussionsteilnehmerInnen befanden sich VertreterInnen des Innenministeriums und Inhaltsanbieter:
MAFRA , Nova TV und Prima TV. Das Hauptthema waren die erwarteten Änderungen des tschechischen Mediengesetzes. Das wichtigste Resultat der Diskussion war die Frage nach einer grundlegenden Medienbildung, die es zurzeit nicht gibt.
Alle TeilnehmerInnen drückten ihr Interesse an der Zusammenarbeit mit dem Safer Internet Projekt für die nächste Etappe der Arbeit aus, die zu einem höheren Niveau der Selbstregulierung, des Bewusstseins und der Medienbildung führen soll.
| Autor: |
Zdenek Zalis, SaferInternet.cz |
| veröffentlicht: |
Monday, 14 Jul 2008 |
| Letzte Änderung: |
Tuesday, 29 Jul 2008 |
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