Stellen Sie einem amerikanischen Schüler die folgende Frage: „Glaubst du, dass es ethisch ist, in ein Juweliergeschäft zu gehen, einen Ring zu nehmen, der auf der Theke liegt und das Geschäft damit zu verlassen, ohne zu bezahlen?“ Jeder Schüler, der älter als 5 ist, wird die Frage entsprechend richtig beantworten – dass die Person den Ring nicht stehlen darf.
Wenn Sie jedoch das Wort „Juweliergeschäft“ durch Internet ersetzen, und über „Musikdateien“ anstatt über einen Ring sprechen, wird der Schüler wahrscheinlich eine ganz andere Antwort geben. Die Resultate einer i-SAFE Umfrage unter SchülerInnen der oberen Sekundarstufe hat ergeben, dass 77% der SchülerInnen, die Musik herunterladen, dies auf illegale Art und Weise tun. Mit 74% liegen die SchülerInnen der unteren Sekundarstufe nicht sehr weit dahinter.
Manchmal scheint es, als wären die Gründe für ihr illegales Verhalten fast so zahlreich wie die SchülerInnen. Hier die beliebtesten Ausreden: Alles im Internet sollte kostenlos sein; Musikdateien sind da, um sich zu bedienen; es tut niemandem weh; die Künstler sind bereits reich genug; die Möglichkeit, erwischt zu werden, ist gleich null; und jeder tut es. ErzieherInnen aller Ebenen müssen einsehen, dass Netzethik, besonders in Bezug auf die Nutzung des geistigen Eigentums, nicht vom allgemeinen sozialen Verhalten isoliert werden kann, und deshalb ein Thema ist, das Teil des täglichen Lehr- und Lernprozesses werden muss.
i-SAFE Programme haben bewiesen, dass Informationen über die verantwortungsbewusste Benutzung des Internets vielen SchülerInnen die Augen öffnen und ihr Verhalten positiv beeinflussen kann. Eine nach dem Unterricht von i-SAFE über das geistige Eigentum durchgeführte Stichprobe unter 10.000 amerikanischen SchülerInnen hat ergeben, dass 55% angeben, in Zukunft nie wieder Musik für Freunde zu kopieren. 46% sagten aus, sie würden keine Raubkopien mehr von ihren Freunden annehmen. 58% erklärten, dass sie jetzt einsähen, dass andere Menschen Geld verlieren, wenn sie illegal Musik herunterladen. Um den Einfluss des Unterrichts weiter zu beurteilen: Von den 61% der SchülerInnen, die sagen, dass sie regelmäßig Musik herunterladen, gaben mehr als die Hälfte (51%) an, dass sie in Zukunft bezahlen oder um Erlaubnis fragen würden, bevor sie Musik herunterladen.
Die Jugendlichen werden weiterhin mit vom Internet geschaffenen ethischen Dilemmas konfrontiert werden. Bildung ist die Lösung! Kontaktieren Sie internation@isafe.org, um den SchülerInnen Ihres Landes die i-SAFE Lösung vorzustellen.
Jeff Godlis, Kommunikationsdirektor, i-SAFE Inc