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Europäische MPs fordern eine .kid Domain

Der Ausschuss für Kultur und Bildung des Europäischen Parlaments fordert Aktionen, um Kinder vor ungeeigneten Inhalten im Internet zu schützen.

Bezugnehmend auf einen Bericht von Marielle De Sarnez über den Schutz von Minderjährigen und der Menschenwürde, dem Recht zu antworten und der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen audiovisuellen und Informationsindustrie, waren MEPs der Meinung, dass PolitikerInnen, die Industrie, Schulen und Eltern Taten setzen müssten.

Der Ausschuss empfiehlt die Schaffung eines neuen Top-Level Domainnamens ".kid" (wie .com oder .org) mit Inhalten, die für Kinder geeignet sind. Es könnte ein sicherer Internetbereich geschaffen werden, der regelmäßig von einer unabhängigen Stelle kontrolliert wird.

MEPs schlugen vor, dass die Kommission eine kostenfreie, europäische Telefonnummer einführt, unter der man Informationen über bestehende Filtermethoden bekommt und die es erleichtert, Beschwerden an die zuständigen Behörden weiterzuleiten oder ungeeignete Inhalte zu melden. Diese Maßnahme soll das Fehlen derartiger Hotlines in einigen Mitgliedsstaaten kompensieren.

Neueste Statistiken zeigen, dass Jugendliche mehr Zeit im Internet als vor den Fernsehgeräten verbringen. Gleichzeitig gibt es jedoch rund 260 Millionen Internetseiten mit pornographischem Inhalt. Frau De Sarnez berichtet, dass in einigen Mitgliedsstaaten (darunter Irland, Schweden, Norwegen und Dänemark) einer von drei Jugendlichen in Diskussionsforen oder Chaträumen Opfer von sexuellen Annäherungen wird.

Autor: Ton Huyssoon, European Parliament
veröffentlicht: Wednesday, 27 Jul 2005
Letzte Änderung: Tuesday, 25 Oct 2005
 
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