Hacking und Malware werden mobil13 April 2005
Bluesnarfing, Bluebugging und der Cabir Wurm klingen wie Darsteller in Science Fiction Filmen. Tatsächlich handelt es sich dabei um aktuelle und reale Sicherheitsrisiken im Zusammenhang mit der Bluetooth Technologie. |
Bluetooth Technologie erlaubt einen Datentransfer innerhalb eines 10-Meter Radius. Unter gewissen Umständen kann ein Hacker innerhalb dieser Distanz sich Zugang zu Daten (Bluesnarfing) und Telefonbefehlen (Bluebugging) verschaffen oder unerwünschte Visitenkarten (Bluejacking) senden.
Derartige Attacken sind jedoch nicht auf die Bluetooth Technologie beschränkt. Paris Hilton, Erbin des Hilton Hotelimperiums, wurde erst kürzlich Opfer einer weiteren Form des Mobilhackings als sich jemand Zugang zu ihrem T-Mobile Sidekick verschaffte. In diesem Fall wurde der Sicherheitsmechanismus eines zentralen Datenservers umgangen.
Ein weiteres Risiko ist die Möglichkeit, Malware (üble Software) auf das mobile Gerät eines Benutzers zu übertragen. Der Cabir Wurm ist ein selbsterzeugendes Beispiel derartiger Software. Er ist im Stande, bestimmte Bluetooth Telefone zu infizieren. Eine Auswirkung davon ist das sofortige Ausleeren des Telefonakkus.
Derartige Sicherheitsrisiken bei Mobiltelefonen werden jedoch als relativ geringes Risiko angesehen. Lediglich einige Telefonmodelle sind betroffen und die Hersteller haben sofort Softwarekorrekturen vorgenommen. Neuere Modelle sind nicht mehr so anfällig für Sicherheitsrisiken.
In einem Artikel auf der Nokia Website ist zu lesen:
“Basierend auf aktuellen Analysen ist Nokia der Ansicht, dass das aktuelle Sicherheitsrisiko relativ gering und nicht mit den Risiken des Internet zu vergleichen ist."
Während man sich mit Bluetooth Sicherheitsfragen beschäftigt, werden bereits andere Formen des Datentransfers entwickelt. Die japanische Firma NTT arbeitet an der RedTacton Technologie, die den menschlichen Körper als Datenüberträger einsetzt. In Kürze ist es vielleicht möglich, Daten durch Handschlag zu übertragen. Die Grenzen zwischen Science Fiction und Realität verschwimmen tatsächlich immer mehr.
| Autor: |
Chris Coakley, EUN |
| veröffentlicht: |
Thursday, 14 Apr 2005 |
| Letzte Änderung: |
Friday, 10 Jun 2005 |
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