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Dänische Schulen verbieten Kameratelefone13 April 2005
Das Versenden von Bildern über Mobiltelefone wird in Dänemark immer beliebter. Während einige Schulen dies verboten haben, weist der dänische Medienrat für Kinder und Jugendliche auf das Bildungspotential dieser Technologie hin. |
Neueste Statistiken zeigen, dass 95% der DänInnen ein Mobiltelefon angemeldet haben. Der Einsatz von Kameratelefonen steigt besonders rasant an. In nur eineinhalb Jahren ist die Anzahl der in Dänemark versendeten MMS (Bildnachrichten) von 498.000 auf 8.2 Millionen angewachsen.
Das Kameratelefon ist klein und handlich und ist bereits Teil des täglichen Lebens geworden. Es erfüllt verschiedenste soziale und praktische Funktionen. In nur wenigen Sekunden kann ein Foto aus dem Leben eines Kindes an Freunde oder LehrerInnen versandt oder in einem Moblog den Internetbenutzern präsentiert werden.
Trotz der besonderen Möglichkeiten des Kameratelefons für Lernzwecke und soziale Netzwerke, konzentriert sich die öffentliche Debatte in Dänemark oft auf Fälle, in denen Kameratelefone zur Belästigung von LehrerInnen oder SchülerkollegInnen eingesetzt werden. Einige dänische Schulen haben aus diesem Grund Kameratelefone verboten.
Karsten Gynther, Vorsitzender des dänischen Medienrats für Kinder und Jugendliche, ist der Meinung, dass ein Verbot keine Lösung darstellt:
“Während es wichtig ist, sich den Gefahren neuer Technologien für Kinder bewusst zu sein ist es von gleicher Wichtigkeit, deren Potential für Bildungswerke anzuerkennen. Immer wenn ich in eine Schule komme, in der Kameratelefone verboten sind, frage ich, ob die Schule auch die Bleistifte verboten hat, mit denen Kinder obszöne Nachrichten auf die Wände geschrieben haben. Dann folgt meist eine angeregte Diskussion."
Dänische Untersuchungen zeigen, dass Kinder, die neueste Technologien einsetzen, sie innovativ und konstruktiv nutzen. Besonders das Kameratelefon erlaubt es SchülerInnen, Materialien für Projekte zu sammeln und sich nicht im Klassenzimmer sondern in der realen Welt zu bewegen."
| Autor: |
Gry Hasselbalch, Danish Media Council for Children and Young People |
| veröffentlicht: |
Thursday, 14 Apr 2005 |
| Letzte Änderung: |
Friday, 10 Jun 2005 |
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