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Der Safer Internet Day 2009 in den Medien

Der weltweit in über 50 Ländern begangene 6. Safer Internet Day ist auf ein noch nie da gewesenes Interesse und Medienecho gestoßen. Alle möglichen Medien, von der Printpresse bis zu elektronischen Medien, waren dazu aufgerufen Nachrichten zur Internetsicherheit zu veröffentlichen.

Um den Einfluss des Safer Internet Days bewerten zu können, seine Entwicklung zu verfolgen und die Kommunikationsstrategie des Insafe Netzwerkes zu verbessern, war jeder Knotenpunkt und jede teilnehmende Organisation dazu aufgerufen, verschiedene Angaben zu sammeln (Anzahl der Besuche auf ihrer Website, Anzahl von Google Treffern, Medienpräsenz, …). Im Allgemeinen war die Berichterstattung in den Medien in den meisten Ländern umfassender als je zuvor. Eine manuelle Suche mit Google News bestätigt diesen Trend und zeigt, dass die Medienpräsenz sehr weitläufig war: Zwischen dem 9. Februar un dem 9. März 2009 wurden 4782 Artikel veröffentlicht, in denen der Safer Internet Day erwähnt wird.

Laut den gesammelten Daten haben die gedruckte Presse und das Internet mehr Interesse für den Safer Internet Day gezeigt als Radio und Fernsehen. Der Zugang zu Rundfunkmedien ist in der Tat beschränkt und Sendezeit im Fernsehen ist häufig zu teuer. Trotzdem konnten einige Länder diese Medien erfolgreich nutzen, wie zum Beispiel Zypern (17 Ausstrahlungen im Fernsehen), die Slowakei (29 Ausstrahlungen im Fernsehen) oder Spanien (30 Ausstrahlungen im Fernsehen). Wir können ebenfalls den Fall des lettischen Knotenpunktes unterstreichen, der vor allem Dank der durch die Wirtschaftskrise gesunkenen Preise Sendezeit kaufen konnte. Vom 10. bis zum 24. Februar 2009 wurde der Videoclip zu Cybermobbing in Lettland 684 Mal gezeigt! Im Allgemeinen fokussiert sich die Medienpräsenz jedoch mehr auf Printpresse und Internet.

Ein anderer Trend, den es zu erwähnen lohnt, ist, dass regionale und lokale Journalisten häufig mehr am Safer Internet Day interessiert sind und somit einfacher angesprochen werden können als nationale Medien. Daher ist das Thema in regionalen und lokalen Medien besonders präsent, während nationale Medien nur schwierig zu erreichen bleiben. Eine mögliche Erklärung dafür ist, dass europäische Aktivitäten, die eher von nationalen Medien behandelt werden, nur wenig Aufmerksamkeit erregen im Vergleich zu allen Aktivitäten, die auf nationaler Ebene organisiert werden. Zudem betonen die Knotenpunkte häufig die diskriminierende Behandlung von Themen bezüglich der Internetsicherheit durch die Medien. Da es unmöglich ist, redaktionelle Kontrolle auszuüben, werden gewisse Aspekte des Internets ausführlicher behandelt als andere, und negative Geschichten sind im Allgemeinen eher berichtenswert als allgemeine Informationen über den sicheren Umgang mit dem Internet. Deshalb kann es manchmal schwierig sein, den Safer Internet Day objektiv zu bewerben, ohne auf massenwirksame Geschichten zurückzugreifen.

Hinsichtlich der Internetstatistik sind die Ergebnisse zum Teil wieder unglaublich: In Slowenien stieg die Anzahl der Google Treffer von 10 am 3. Februar auf mehr als 40.000 am 10. Februar. Die Internetzahlen sind außerdem gut in Bulgarien, Griechenland und Polen und das Interesse konnte im Allgemeinen über die Wochen nach der Veranstaltung gehalten werden, was ein ermutigendes Zeichen ist. In Finnland hat sich die Anzahl Google Treffer zwischen dem 10. und dem 17. Februar mehr als verdreifacht. Der gleiche langanhaltende Anstieg, jedoch auf etwas niedrigerem Niveau, war in Dänemark, Griechenland, den Niederlanden und Slowenien zu beobachten. Auch wenn generell die meisten Artikel zum Safer Internet Day 2009 von Internetsicherheit, Schulen oder Behörden handeln, so beziehen doch auch immer mehr die Industrie und soziale Netzwerk-Websites mit ein, vor allen Dingen, da dieses Jahr der Schwerpunkt auf Cybermobbing lag, ein Thema, das es bereits in die politische Agenda der meisten europäischen Staaten geschafft hat.

Zudem hat sich die Zahl der Besucher auf den Websites der Knotenpunkte am Safer Internet Day im Allgemeinen mehr als verdoppelt, mit ganz besonders vielen Besuchen in Ländern wie Belgien, Bulgarien, Litauen oder Polen. Die Anzahl der Besucher auf dem Insafe Internetportal ist ebenfalls stark angestiegen in der Woche vor dem Safer Internet Day. Die durchschnittliche Besucherzahl während des Jahres liegt bei 471,17 Besuchern / Tag. Zwischen dem 3. und dem 10. Februar ist die Zahl der Besuche jedoch um 584% auf der Homepage und um 506% auf der Seite zum Safer Internet Day angestiegen. Diese Seite war damit noch deutlich besser besucht als zum Safer Internet Day 2008: 6.593 individuelle Besucher am 10. Februar im Vergleich zu 4.547 Besucher zum SID 2008.

Autor: Benedicte Clouet, Insafe
veröffentlicht: Wednesday, 11 Mar 2009
Letzte Änderung: Tuesday, 31 Mar 2009
 
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