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Safer Internet Day 2009

Kinder befassen sich heutzutage schon sehr früh mit der Welt des Internets und der mobilen Technologien und werden oft zu gut ausgebildeten und computererfahrenen Jugendlichen, die problemlos im Internet surfen. Da diese Technologien ihnen beim Lernen helfen und ihnen spannende Möglichkeiten bieten, Kontakte mit anderen zu knüpfen, befassen sie sich oft schneller damit als ihre Eltern. Wir müssen gewährleisten, dass sie bei der Benutzung von online oder mobilen Diensten potentielle Risiken erkennen und damit umgehen können.
Die Europäische Union finanziert daher seit 1999 auf nationaler sowie auf europäischer Ebene Aktivitäten zur Förderung einer sichereren Anwendung des Internets und anderer Online-Technologien. Ein neues Safer Internet Programm mit einem Budget von 55 Millionen Euro für den Zeitraum 2009-2013 wurde vor kurzem verabschiedet.

Die Kommission bezweckt durch das Safer Internet Programm, Jugendlichen online mehr Entscheidungsbefugnis zu geben und ihnen die nötigen Informationen, Kenntnisse und Tools zur Verfügung zu stellen, um mit den Risiken online umzugehen. Auf nationaler Ebene wird dies mit der Hilfe des INSAFE Netzwerks von Zentren zur Bewusstseinsschärfung und von Beratungsstellen durchgeführt.

Zusätzlich dazu ermutigt die Kommission die Industrie, die Sicherheit ihrer Dienstleistungen, die sich an Kinder richten, zu verbessern. Eine Vereinbarung über Kindersicherheit wurde bereits 2007 von Mobilfunkbetreibern in der EU unterschrieben. Die bedeutendsten sozialen Netzwerke Europas haben am Safer Internet Day 2009 ein Dokument unterschrieben, um ihren Einsatz für das gleiche Ziel zu bekräftigen.

Am Safer Internet Day 2009 lancierte die Europäische Kommission ebenfalls einen Videoclip, um Jugendliche über das Thema Cyberbullying zu informieren. Bestehende Untersuchungen deuten an, dass Cyberbullying (Belästigung auf Internetsites oder über mobile Textnachrichten) ein Risiko ist, dem viele Jugendliche sich im Rahmen ihrer Online-Erfahrungen gegenübersehen. Der Videoclip zeigt ein junges Mädchen, das online belästigt wird, jedoch die Kontrolle über die Situation übernimmt, indem sie dies ihrer Social-Networking-Site meldet. Diese paneuropäische Kampagne wird in allen EU-Mitgliedstaaten sowie in Island und Norwegen als Teil der Aktivitäten des Safer Internet Programmes ausgestrahlt.

Als Schirmherrin des Safer Internet Days möchte ich Ihnen für Ihr Interesse am Safer Internet Day danken und Ihnen noch einmal ins Gedächtnis rufen, dass die Online-Sicherheit ein Thema ist, das uns alle angeht, jeden Tag des Jahres. Jugendliche in ganz Europa verbringen einen großen Teil ihrer Freizeit in dieser wunderbaren Welt des Webs, um mit anderen zu kommunizieren und zu lernen. Unsere Verantwortung als Europäer ist es, das Internet in eine sichere Umgebung zu verwandeln, in der sich alle wohlfühlen können.

Autor: Viviane Reding, EU Commissioner for Information Society and Media
veröffentlicht: Thursday, 12 Feb 2009
Letzte Änderung: Tuesday, 31 Mar 2009
 
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