Dänische Kinder sind auf den Geschmack von Instant Messaging gekommen10 March 2005
Chats werden unter dänischen Kindern ein immer beliebteres Kommunikationsmittel. Der Trend geht weg von den Chaträumen hin zu Instant Messaging Diensten. |
Umfragen in Dänemark haben ergeben, dass Kinder bereits im Alter von 10 Jahren zu Hause oder in der Schule chatten. Sie chatten entweder alleine oder mit dem besten Freund/der besten Freundin. Chatpartner kommen entweder aus einem anderen Teil der Erde oder sind enge SchulfreundInnen.
Pro Tag wird rund 15 bis 30 Minuten gechattet. 70% der Kinder loggen sich unter einem anderen Namen im Chat ein. 21 % jener Kinder, die chatten gaben an, oft oder sogar immer Geschichten über ihr Leben zu erfinden.
Diese Fakten sollten im richtigen Kontext verstanden werden: Ein Chat ist ein Medium, in dem Kinder mit ihren Fantasieidentitäten spielen, persönliche Gespräche über Freundschaften führen und über ihre erste Liebe und ihre ersten sexuellen Erfahrungen berichten. Für Kinder ist ein Chat sowohl etwas Lustiges als auch ein Ort, an dem man seine Gedanken und Probleme beim Erwachsenwerden mit Gleichaltrigen teilen kann.
Es gibt klare Anzeichen, dass Kinder weg von offenen Chaträumen zu Instant Messaging Diensten kommen. Der bekannte Dienst “MSN Messenger” berichtet in Dänemark von einem Anstieg von 350 000 auf 1.1 Millionen Benutzern im letzten Jahr. Instant Messaging ist eine bessere Chatumgebung mit einem privaten Freundesnetzwerk.
Ein 14 jähriges dänisches Mädchen sagte: “Ich verwende keine Chaträume sondern nur mehr Messanger. Es ist langweilig sich mit jemandem zu unterhalten, den man nicht kenn. Es gehen einem schnell die Gesprächsthemen aus.”
Sicherheitsfragen haben sich mit dem Einsatz von Mobiltelefonen für Chats grundlegend verändert. MCCYP empfiehlt, dass auch die neuen Medien genau unter die Lupe genommen werden.
Das Media Council for Children and Young People (MCCYP), unter der Leitung des dänischen Kultusministeriums, hat eine Bewusstseinskampagne mit dem Titel NetKompaz gestartet. Diese richtet sich an Eltern und LehrerInnen, die Kindern und Jugendlichen beim Chatten eine sichere Internetumgebung bieten möchten.
| Autor: |
Brit Bech, Media Council for Children & Young People (MCCYP) |
| veröffentlicht: |
Thursday, 10 Mar 2005 |
| Letzte Änderung: |
Tuesday, 25 Oct 2005 |
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