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Einbeziehung der Eltern soll durch Kinder eingegangene Risiken online verringern - der norwegische Blick auf den Safer Internet Day 2009

Wissen ist Macht, sowohl für Kinder als auch für Erwachsene. Wissen ist jedoch nicht das Gleiche wie Bewusstsein. Von EU-Kids Online durchgeführte Forschungen sowie andere Studien und Umfragen der norwegischen Medienbehörde kommen alle zum Ergebnis, dass Kinder, die bereits früh online gehen und dabei mit der Beratung und dem Beistand ihrer Eltern/Familie rechnen können, weniger Risiken eingehen. Daher steht in Norwegen Cyber-Mobbing und die elterliche Einbeziehung im Mittelpunkt des SID 09 und des ganzen Jahres.

Das unter der Leitung von Insafe entwickelte e-Sicherheits-Kit war in mehreren europäischen Ländern ein großer Erfolg. Es wurde jetzt ins Norwegische übersetzt und wird am Safer Internet Day 09 lanciert. Durch ihre Schulen wird das Toolkit an alle SchülerInnen der 2. und 3. Klasse im ganzen Land verteilt.

Die Veranstaltung/Pressekonferenz des Tages wird in Oslo stattfinden - wo die Vorführung des für die Europäische Kommission gedrehten Fernsehspots verdeutlichen wird, wieso die norwegische Medienbehörde es für nötig hält, allen Familien mit Kindern dieses Tool zugänglich zu machen. VertreterInnen des Bildungsministeriums und des Ministeriums für Kinder und Gerechtigkeit sowie der Ombudsmann für Kinder werden anwesend sein. In letzter Zeit gab es vermehrt Situationen, in denen Kinder und Jugendliche von Klassenkameraden und Freunden auf verschiedenen Social-Networking-Sites wie YouTube, Facebook usw. belästigt oder gemobbt wurden. Zur Rede gestellt gaben die Verantwortlichen oft an, keine bösartigen Absichten gehabt zu haben oder die Clips/Bilder "irrtümlicherweise" veröffentlicht zu haben.

In Norwegen geben 25% der Jugendlichen zwischen 8 und 18 Jahren an, dass bereits Fotos oder Videoclips von ihnen ohne ihr Wissen veröffentlicht wurden. 20% geben zu, bereits Fotos/Videos von anderen Personen veröffentlicht zu haben, ohne um Erlaubnis zu fragen. Obwohl dies nicht automatisch auf Mobbing oder Belästigung hinweist, handelt es sich hier um bedauernswerte Gewohnheiten, die angesprochen werden müssen.

Der norwegische Knotenpunkt möchte die Lücke zwischen Wissen und Bewusstsein sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen schließen. Obwohl Kinder wissen, wie sie die online zur Verfügung gestellten Tools benutzen müssen, sind sie sich der Risiken und Folgen nicht immer bewusst. Um wirksame Maßnahmen zu treffen, ist es wichtig, sich der Zusammenarbeit der Industrie, der öffentlichen Schulen und der zuständigen Behörden zu vergewissern.

Wir haben vor, den Fernsehspot auf allen norwegischen Social-Networking-Sites zu veröffentlichen, um zu verdeutlichen, dass Wissen und Bewusstsein Hand in Hand gehen müssen. Unserer gebildeten Jugend ist am besten gedient, wenn sie mit Respekt behandelt und ihre Fähigkeiten und ihr Einfallsreichtum anerkannt werden. Sie müssen sich jedoch ebenfalls der Folgen ihrer Handlungen online bewusst sein.

Autor: Rita Astridsdotter Brudalen
veröffentlicht: Thursday, 22 Jan 2009
Letzte Änderung: Wednesday, 11 Feb 2009
 
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