Belgische Konsumenten und Mobiltelefone
Das OIVO-CRIOC (Forschungs- und Informationszentrum der belgischen Verbraucherverbände) hat kürzlich eine Studie über den Besitz, den Kauf und die Benutzung von Mobiltelefonen durch Jugendliche durchgeführt. |
Die Studie war auf die Entwicklung der Benutzung von Mobiltelefonen zwischen 2003 und 2006 und auf die potentiellen Risiken dieser Benutzung gerichtet. 2.200 Jugendlichen zwischen 9 und 18 Jahren füllten den Fragebogen aus. Zwischen 2003 und 2006 nahm die Anzahl belgischer Jugendlicher mit Mobiltelefon um 16 % zu. Die Anzahl steigert sich mit dem Alter und wird vom Familienstatus beeinflusst. Im Allgemeinen erhalten die Jugendlichen ihr Mobiltelefon als Geschenk von ihren Eltern.
Die Jugendlichen benutzen vor allem vorbezahlte Karten für ihre Anrufe und Textnachrichten. Abonnements sind unter Jugendlichen eher selten. Im Allgemeinen finanzieren die Eltern den Zugang zum Mobiltelefonnetzwerk. Die Jugendlichen benutzen ihre Mobiltelefone meistens zum Senden von SMS und rufen auch häufig an. Je älter die Kinder werden, umso weniger Spiele spielen sie.
Die Studie beinhaltete ebenfalls einige Empfehlungen. Heutzutage beginnt der Markt Mobiltelefone für Kinder ab 4 oder 5 Jahren anzubieten. Die daraus zu ziehende Schlussfolgerung ist, dass Mobiltelefone vor allem ein Mittel zur sozialen Anerkennung und Identifizierung sind (und nicht zur Kommunikation), sogar im frühen Alter von 9 Jahren.
Obwohl die Gebrauchskosten anhand von vorbezahlten Karten gering bleiben können, finanzieren die Eltern meistens diese Karten. Oft wird ein Mobiltelefon als „nützliches“ Geschenk bei einem Kinderfest geschenkt. Kinder spielen deutlich in vollen Zügen die Rolle eines Diktators (durch das Vorgeben eines gewissen Kaufverhaltens).
Die Praktiken der Dienstleistungsanbieter verlangen eine Entwicklung des Jugendschutzes. Eine Reihe von Warnungen in Bezug auf die manipulierende Art gewisser an junge Konsumenten gerichteter Internetpraktiken gelten nunmehr aufgrund der zunehmenden Interaktion und Annäherung der beiden Medien auch für die Nutzung von Mobiltelefonen. Sie können diese Studie auf unserer Website einsehen: www.crioc.be (Französisch) oder www.oivo.be (Niederländisch). Ein längerer Text in englischer Sprache, mit Zahlen und Details, ist erhältlich, schicken Sie eine E-Mail an Safer Internet Belgien (infofr@saferinternet.be für Französisch infonl@saferinternet.be für Niederländisch) an Stefaan Hendrickx.
Stefaan Hendrickx, OIVO-CRIOC
| veröffentlicht: |
Friday, 26 Jan 2007 |
| Letzte Änderung: |
Sunday, 5 Aug 2007 |
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